Sonntag, 2. August 2009

Der Geist - nur eine Illusion?

Nach buddhistischer Erklärung lösen sich beim Sterbeprozess zuerst die feststofflichen Elemente auf.

Wenn unser Geist die Verbindung mit dem grobstofflichen Körper verloren hat, folgt eine innere Auflösung in der Phasen!

Im dritten dieser Stadien treffen Vater-Essenz und Mutter-Essenz in der Herzgegend zusammen. „Dieser Moment nennt sich die Auflösung des Raumes in das klare Licht.“

Entweder sehen wir dann das strahlende Leuchten der ursprünglichen Natur des Geistes oder wir werden "bewusstlos"!

Mit der Vorstellung der Auflösung des Raums ins klare Licht komme ich nicht zurecht. Der Raum ist doch klares Licht von Anfang an.Wie kann er sich dann in das klare Licht auflösen???Müsste es denn nicht dann einen Raum gegeben haben, der nicht Klares Licht ist? Oder meint die Auflösung nur Änderug der Wahrnehmung des Raumes?

Der Geist existiert ja nur durch seine Erscheinungen. Alle Erscheinungen sind nur Spiele des Raumes im Geiste. Sie sind eine Illusion. Ist der Geist auch nur eine Illusion ? Genauso eine Illusion wie die Erscheinung selbst?

Gibt es den Raum nur als Teil unseres Konepts, um die Nichtexistenz von Illusionen zu erklären?

Der Raum ist dann doch nur ein Konzept das wir brauchen, um unseren/ den Geist besser zu verstehen. Bedeutet das, um den Illusionscharakter auch des Geistes selbst zu verstehen?

Ole, ich hab den Faden verloren, bitte hilf mir mal da raus.

Ist das gemeint mit „no mind, no problem“?

Ist der Weg zur Erleuchtung erst frei wenn wir "mind" als Illusion wahrnehmen???

No mind, no problem.

another person could have got scared – ooh, I lost my mind! What I´m going to do now? – But Buddha Shakyamuni thought – hey, wonderful! No mind – no problems! And become Buddha.

copyright *piri schmidt


Donnerstag, 25. Juni 2009

Ode an die Freude

Eine Ode an die Freude. Am schwersten zu integrieren ist die Freude, sagt Rinpoche.
Denn nichts ist schwerer loszulassen als Erfahrungen, die Freude bereiten. An nichts ist die Anhaftung größer.
Anhaftung ist aber bei der Integration genauso störend wie Ablehung.

Wie bei der Ghana Puja.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Vajra-Tanz

Gestern war ich beim Vajra-Tanz. Solange musste ich darauf warten. Dabei liebe ich von allen Dzogchen-Übungen diese am meisten. Und natürlich die ghanapuja. Gestern gab es beides. Was für ein Glück. Zwei formlose Übungen. Sie beinhalten nur die rechte Präsenz und den Versuch, alles zu integrieren. Beim Essen wird nicht gewertet: Oh, das schmeckt aber, oh, das schmeckt aber nicht. All one taste im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt bei ghanapujas immer viel zu integrieren. Auch diesmal. Berge von Fleisch. Ganz ekelhafte Wurst. Salami. Räucherschinken. Leberwurst. Ekelhaft - so ganz klappts noch nicht mit dem integrieren.
Und dann das Tanzen. Es gibt wohl drei verschiedene Tänze. Sie haben das Vajralied getanzt. Rinpoche hat diese Übung vollständig geträumt. Melodie, Bewegung und Mandala. Hinterher noch eine tolle Erklärung von C. In dem Lied muß man ganz viele verschiedene Formen integrieren. Bei jedem Schritt ist das eine Übung. Man führt sie mit höchster Präzision aus. Trotzdem darf man nicht an ihr haften. Man sollte aber auch nicht vor ihr fliehen. Beim Tanz begegnen sich manchmal die Paare. Bei der Begegnung mit einem anderen gibt es eigentlich immer Begegnungen die man lieber hat, als mit jemandem anderen. Der Sinn der Übung ist, diese Bewertung nicht vorzunehmen, sondern alles in die Präsenz zu integrieren.
Irgendwie genau richtig für meine Situation also integrieren wir mal Berlin.
Und ich habe mich so gefreut. C. liebt diese Übung auch. Sie sieht auch so wunderschön aus wenn sie tanzt. Man merkt genau, dies ist genau ihr Ding. Wenn sie Geld hat, will sie nach Italien und eine Ausbildung als Vajra-Tanzlehrerin machen. Nach der Erklärung haben sie nochmal getanzt. Damit ich den Tanz nochmal mit dem nötigen background verfolge. Wie schön, dass mal wieder jeder Schritt so parallel läuft zwischen uns.

Das Vajra-Lied ist meine tägliche Übung. Ich versuche mindestens ein Mal das ganze Lied zu singen und dann in der Präzenz zu bleiben. Als Norbu noch nicht die Knieverletzung hatte, hat er selber getanzt. Man könnte eigentlich auf die Idee kommen, dass das Bein bei so einem Berg von Mann ziemlich grobschlächtig aussieht. Aber C. sagt, sie könnte sich den ganzen Tag Videos ansehen auf denen er tanzt, so wunderschön muß das aussehen. Die Figuren so präzise. Und trotzdem ganz entspannt. Ganz im Jetzt. Ganz im one taste.

Samstag, 6. Juni 2009

Inspiration

http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/faith/article6439552.ece

That’s the first well balanced article I read about the Karmapa controversy.

What will Karmapa Thaye Dorje expond in London?
The way of a Boddhisatva?
Ok, just for minutes, let’s think, what would be if we could see the controversy a scenario by the Notu Karmapa to give his students a deep teaching: So to say a crash course.
If the 17th Karmapa think it’s the right time he will reveal himself. Until then the students should consider the controversy as teaching. Maybe all of us should consider Karmapa more as a function.
The first function of Karmapa is beeing a Boddhisatva. He personalises the teachings of Buddhism to help other people to get in touch with the teachings of Buddhism.
This would help them to live, die and reincarnate. To be happier.
I’ve got friends on both sides. They are inspired by Thaye Dorje or Ogyen Trinley. So they both fullfill the function of Karmapa.
I think, I made my personal decision long time ago: there is no need to take sides. No need to play dualistic games.
Karmapa shows that we all are able to go beyond dualism like he does.

Ogyen Trinley

Christiane erzählt, dass Ogyen Trinley nächstes Jahr nach Europa kommt. Vermutlich kommt er auch nach Berlin. Das ist spannend. Da will ich unbedingt hin. Mareike hat auch schon gesagt das sie unbedingt mit will. In Indien hatte Christiane schon 5 Privataudienzen bei Ogyen Trinley. Vielleicht gibt er auch Privataudienzen in Berlin. Vielleicht sollte ich mich um eine Privataudienz bewerben.Der Rinpoche der sein englicher Übersetzer ist kommt im August. Da bin ich ja gerade in Süddeutschland wegen der Medikamentengeschichte. Ich werde einen Brief hinterlassen, mit der Bitte um eine Privataudienz bei Ogyen Trinley. Eigentlich rechne ich nicht damit es Erfolg haben wird. Aber versuchen kann man ja... Der Rinpoche ist Ringu Tulku. Ich mag ihn sehr gerne. Seit einem Interview mit ihm über meine damalige Absicht in die Schweiz zum Suizid zu fahren, schätze ich ihn sehr. Er hat großartig gesprochen beim interreligiösen Dialog. Christianes Zentrum steht unter seiner Leitung. Darum ist er öfters in Berlin. Das macht mich sehr froh. Vielleicht werde ich ihn doch noch mal live erwischen.

Christianes Inspiration

Ich bin ja so froh das Christiane die Karmapa-Frage genauso entspannt sieht wie ich. Der Austausch mit ihr ist spannend. Sie sieht so vieles ähnlich wie ich. Trotzdem bleibt der Unterschied immer klar. Ich merke doch wo sie hingehört und ich herkomme. Der Austausch mit ihr ist eine Bereicherung. Es ist inspirierend. auch wenn ihre Inspiration Ogyen Trinley ist...

Maybe Thaye Dorje and Ogyen Trinley fullfill the function of Karmapa. There could be just one of them, who is the 17th Karmapa in the hierarchy of the lineage. And Karmapa will decide when the right moment is to reveal himself. But maybe until this moment is no need to take sides.